Die Burgenländische Volkszeitung hat geschrieben:Burgenländische Volkszeitung, 19.5.2005, Print-Ausgabe
Haltestelle Burgenland
ABFAHRT / Martin Huber, Vorstandsdirektor der ÖBB, machte Halt im Burgenland um über seine Pläne und Ideen für das Burgenland zu sprechen. Geplant ist viel, Entscheidungen fallen Ende Juni.
VON WERNER MÜLLNER, Burgenländische Volkszeitung
Neue BVZ: Durch die politischen Grenzen enden viele Schienen im Burgenland, wird sich das ändern?
Huber: Das Burgenland war bisher ein Stiefkind, keine Frage. Man darf aber nicht vergessen, dass es uns in den letzten Jahren trotzdem gelungen ist, zumindest im Wagenmaterial einiges zu bewirken. Wir sind dabei, ein Nahverkehrskonzept auszuarbeiten, das bis Ende September vorliegen soll. Drei Richtungen fassen wir besonders ins Auge: Bratislava, Sopron und Szombathely.
Neue BVZ: Kann man die Investitionen im Burgenland beziffern?
Huber: Wir investieren in Summe 10 Milliarden Euro bis 2010, davon sieben Milliarden in die Infrastruktur. Das kann man aber an Landesgrenzen nicht wirklich messen. Ein Beispiel: Wir werden im Norden sehr rasch die Götzendorfer Spange realisieren und hier Wien Mitte über den Flughafen mit der Ostbahn verbinden. Das ist eine sehr wichtige Maßnahme, die auch den Nordburgenländern einen raschen Zugang zum Flughafen möglich machen wird. Wir denken an die Verlängerung des Bereiches Oberwart in Richtung Szombathely. Weiters überlegen wir, den Knoten Eisenstadt besser anzubinden. Wir werden in kleinen, aber sehr konsequenten Schritten vorangehen.
Neue BVZ: Kundenfreundlichkeit…
Huber: Wir müssen schauen, dass wir den Mobilitätsumschlagplatz so gestalten, dass er letztendlich für die Menschen konkret die Pendler wieder attraktiv wird. Da spielt nicht nur das System Schiene eine Rolle, sondern auch die Straße. Hier ist es notwendig, diese beiden abzustimmen. Ich werde nicht müde zu sagen, es geht nicht darum „es muss mehr auf die Schiene“ oder „es muss mehr auf die Straße“, sondern Aufgabe muss es sein, die Verknüpfung der Verkehrsträger zu optimieren. Da hilft eine optimale Fahrplangestaltung, es darf nicht sein, dass der Zug ankommt und der Bus wegfährt. Diese Beispiele gibt es leider, da müssen wir besser werden. Sobald uns das gelungen ist - mit dem heurigen Fahrplanwechsel soll das spürbar für den Kunden sein. Wenn uns das gelingt, dann haben wir einen Teilerfolg, weil der Kunde es unmittelbar merkt.
Neue BVZ: Kommt die Müllendorfer Schleife?
Huber: Es laufen Gespräche zwischen Land und Bund, auch mit Minister Gorbach. Wir als ÖBB haben großes Interesse daran, dass es die Schleife gibt. Alles, was dem Kunden Service bringt, befürworten wir.
Neue BVZ: Der Zeitrahmen?
Huber: Wir werden Ende Juni mehr wissen, da werden wir den Rahmenplan überarbeitet haben. Dann setzen wir die Prioritäten fest. Die Realisierung hängt auch mit dem Vorfinanzierungswillen der Länder für bestimmte Projekte zusammen. Wenn wir bis Ende Juni klar Schiff sehen, wird einer Realisierung nichts entgegenstehen.
Burgenländische Volkszeitung, 19.5.2005, Print-Ausgabe
ÖBB: Bahnplanungen für das Burgenland
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NorbertK
ÖBB: Bahnplanungen für das Burgenland
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Franz F.
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