Gestern hat die WBN Waggonbau Niesky GmbH beim Amtsgericht Dresden einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.
Grund waren Liquiditätsprobleme aufgrund stark gestiegener Kosten für Zukaufteile wie Radsätze und Drehgestelle, bei Radsätzen beispielsweise um 80 Prozent. Das Unternehmen produziert weiter.
Insolvenzberater Jörg Spies aus Dresden hat daraufhin ein Sanierungskonzept entwickelt, das die Eigenverwaltung des Unternehmens vorsieht. Dafür wird er selbst Interimsmäßig in die Geschäftsführung eintreten. Der momentane Insolvenzverwalter Frank Rüdiger Scheffler wird dann zum Sachwalter. Geld aus dem Programm „Krisenbewältigung und Neustart“ der Sächsischen Aufbaubank soll über die Durststrecke hinweg helfen.
Im Mai 2005 konnte sich der Nieskyer Waggonbaubetrieb vom kanadischen Bombardier-Mutterkonzern abnabeln und von da ab als WBN Waggonbau Niesky GmbH wieder eigene Wege gehen.
2006 machte das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 250 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 50 Mio. EUR. Im April 2007 standen Aufträge für rund 225 Mio. EUR in den Büchern, was einer Auslastung bis 2010 entsprach.
Quelle: Eurailpress & Sächs. Zeitung
D: Waggonbau Niesky Insolvenzantrag
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