Neue Verhandlungen über ÖBB-Dienstrecht

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5046-01

Neue Verhandlungen über ÖBB-Dienstrecht

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Übersicht

Nach einmonatiger Pause werden bei den ÖBB morgen die Verhandlungen über ein neues Dienstrecht fortgesetzt. Vorstand und Gewerkschaft kommen am späten Nachmittag zur mittlerweile dritten Gesprächsrunde zusammen. Danach, meinen beide Seiten, könnte es erste Teilergebnisse geben.

Sowohl ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde als auch Eisenbahnergewerkschaftschef Wilhelm Haberzettl betonten im Vorfeld, dass es nach dieser Runde bereits Zwischenergebnisse geben könnte.

Vier Verhandlungspunkte

Konkret geht es bei den Verhandlungen um vier Punkte: die Anpassung der Arbeitszeit- und Arbeitsregelungen an die gesetzlichen Vorgaben, die Reduktion der Gehaltsvorrückungen - der so genannten Biennalsprünge - und die Ausdehnung des Zeitraums zwischen den Vorrückungen, die Neuregelung der Lohnregelungen im Krankenstand und die Lockerung des Mitspracherechts der Gewerkschaft bei Entlassungen.

In Summe sollen die ÖBB dadurch mittelfristig 100 Mio. Euro einsparen. Darauf haben sich Gewerkschaft und Regierung nach den ÖBB-Streiks und zähen Verhandlungen im Vorjahr festgelegt. Vorstand und Gewerkschaft haben noch bis Ende April Zeit, die Neuregelungen betriebsintern auszuverhandeln. Werden die Vorgaben bis Ende April nicht umgesetzt, will die Regierung ein neues Eisenbahnerdienstrecht im Parlament beschließen lassen. Die Gewerkschaft hat für diesen Fall ihrerseits mit neuen Streiks gedroht.
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