Böschungsbrand an der Brennerstrecke - Zugverkehr behindert

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NorbertK

Böschungsbrand an der Brennerstrecke - Zugverkehr behindert

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Tirol Online hat geschrieben:Feuerwehren setzten Großeinsatz fort

Nach dem großflächigen Böschungs- und Waldbrand entlang der Brenner-Eisenbahnlinie haben die Feuerwehren Dienstagfrüh ihren Einsatz fortgesetzt. Spätestens bis Nachmittag sollen die Löscharbeiten abgeschlossen sein.

Seit 6.15 Uhr waren erneut dutzende Feuerwehrleute und drei Hubschrauber damit beschäftigt, Glutnester im Bereich der über zehn Kilometer langen Strecke zwischen Vill und Steinach zu löschen. "Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle", so Landesfeuerwehrkommandant Klaus Erler.

Zwischen Patsch und Ellbögen war der Zugverkehr in beiden Richtungen auf Grund des Einsatzes vorerst nur eingleisig möglich. Nach Angaben der ÖBB musste mit geringfügigen Verspätungen gerechnet werden.

Der Brand war Montagnachmittag ausgebrochen. Vermutlich defekte Bremsen eines Zuges hatten das Feuer verursacht.

Tirol Online, 03.05.2005
NorbertK

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Die Tiroler Tageszeitung hat geschrieben:Brand im Wipptal: Regen hilft den Feuerwehrmännern

Regen löschte am Dienstag die letzten Glutnester beim Großbrand im Wipptal. Ein ÖBB-Mitarbeiter entdeckte den überhitzten Zug und leitete ihn um.

"Der Fahrdienstleiter hat schnell und richtig reagiert. Er hat dadurch vermutlich Schlimmeres verhindert," würdigt ÖBB-Pressesprecher Rene Zumtobel die Arbeit des Innsbrucker Fahrdienstleiters Walter Meilinger.

Meilinger entdeckte den stark überhitzten Güterzug kurz nach 14 Uhr auf einem der zahlreichen Bildschirme im Zentralstellwerk am Innsbrucker Hauptbahnhof. Er reagierte sofort und leitete den Zug nicht wie vorgesehen in den Inntaltunnel bei Gerberbach, sondern über eine offene Strecke zum Frachtenbahnhof nach Innsbruck. "Wäre der erhitzte Zug in den Tunnel geleitet worden, hätte dies zu einem Brand im Tunnel führen können," schildert der Einsatzleiter des ÖBB-Löschzuges Georg Hörtnagl mögliche Folgen.

Ein deutscher Güterzug hatte durch stark überhitzte Bremsen auf einer Strecke von fast 35 Kilometern zahlreiche Brände entzündet. Über 200 Feuerwehrmänner von 16 Feuerwehren, fünf Hubschrauber und der Löschzug der ÖBB kämpften am Montagnachmittag gegen den Flächenbrand. "Zuerst haben wir bis Patsch kleinere Brände gelöscht. Über Funk erfuhren wir von einem großen Flächenbrand beim Mühltaltunnel. Um auch gegen dieses Feuer ankämpfen zu können, mussten wir zurücksetzen um den Löschzug wieder aufzutanken," erzählt Hörtnagl vom Einsatz. Bis zum Abend konnten die Brände zwar unter Kontrolle gebracht, jedoch nicht gelöscht werden.

Ab sechs Uhr früh wurde am Dienstag erneut gegen die Flammen gekämpft. Rund 60 Feuerwehrmänner und ein Hubschrauber versuchten letzte Glutnester im unzugänglichen Gelände zu löschen. Zu Mittag bekamen die Einsatzkräfte dann weitere Unterstützung von oben: Um 14.10 Uhr konnte auf Grund des einsetzenden Regens "Brand aus" gemeldet werden. Verletzt wurde beim Großbrand niemand. "Ermittlungen sollen jetzt die Schuldfrage eindeutig klären, um mögliche Schadenersatzansprüche erfüllen zu können," sagt Zumtobel.


Von U. Pfefferkorn
Tiroler Tageszeitung, 03.05.2005 20:29
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