Die Tiroler Tageszeitung hat geschrieben:Bauarbeiten blockieren Bahnsteige in Innsbruck
Grabungen im Bereich des Innsbrucker Busbahnhofes legen zwei ÖBB-Gleise für gut ein Jahr lahm. Ab Montag müssen 50 Regionalzüge umdirigiert werden.
Die Planungsänderungen auf den Vorplätzen ziehen auch für die ÖBB Folgen nach sich: Um Platz für Buszüge zu schaffen, musste auf Wunsch von Verkehrsverbund und Land Tirol der Busbahnhof verlängert werden. Damit wanderte die Einfahrt zur Tiefgarage des Hotels am Bahnhof ganz nach Westen, hinter das ÖBB-Sozialhaus. Außerdem entsteht im Bereich der alten Kioskzeile ein neues Bürohaus.
Beide Vorhaben bringen mit sich,
dass die Bahnsteige 21 und 22 voraussichtlich bis Mitte des nächsten Jahres blockiert sein werden. "Wir müssen einen Fahrleitungsmast ins Gleis versetzen", erklärt Norbert Sieberer, zuständig für die Oberleitungsanlagen, den Grund. Am Rand der etwa sechs Meter tiefen Baugrube gebe es sonst Probleme mit der Statik des Mastens.
Betroffen sind 50 ankommende und abfahrende Regionalzüge Richtung Oberland und Mittenwald/München. Sie müssen auf anderen Bahnsteigen eingeschoben werden.
"Wir haben schon geschaut, dass wir System reinbringen", betont Günter Ellmerer, Gebietsleiter für den Netzbetrieb in Innsbruck. "In der Regel werden die Züge nach Mittenwald und Scharnitz auf Bahnsteig 2 fahren. Die durchgehenden Züge vom Unterland Richtung Oberland und umgekehrt werden auf Bahnsteig 3 sein. Die ankommenden Züge aus dem Oberland, die retour ins Oberland gehen, sind auf Bahnsteig 1b. Und die ankommenden Züge vom Unterland und retour fahren auf Bahnsteig 1a."
Dennoch sollten sich die Pendler nicht darauf verlassen, dass sie in letzter Sekunde automatisch das betreffende Gleis ansteuern können, um auf ihren Zug aufzuspringen: "Die große Verkehrsdichte zu gewissen Zeiten kann dazu führen, dass wir schon bei kleinen Verspätungen umdirigieren müssen", warnt Ellmerer.
"Wir bitten die Fahrgäste daher, die Lautsprecherdurchsagen und die Monitoranzeigen zu beachten. Die geänderten Abfahrten werden rot angezeigt", erklärt ÖBB-Pressesprecher René Zumtobel.
Von den Bauarbeiten ist übrigens auch die so genannte Zug-Vorheizungsanlage betroffen. Das Vorheizen bzw. Vorkühlen von zur Abfahrt bestimmten Züge muss in der Bauphase teilweise auf den Frachtenbahnhof ausgelagert werden.
Von Elke Russ
Tiroler Tageszeitung, 05.05.2005 19:12