Eine in der Nähe verlaufende Eisenbahnlinie würde den Gubiner Investitionsstandort attraktiver machen.
Die Gubiner Stadtverwaltung traf sich mit Vertretern der polnischen Bahn, um über eine Übernahme dieser Eisenbahnlinie zu sprechen. Allerdings sei eine eventuelle Wiederaufnahme der Bahnverbindung eine teure Langzeitinvestition.

Quelle: PKP-Kursbuch
Streckenverlauf der Märkisch-Niederschlesische Eisenbahn ab Frankfurt/Oder - rot - markiert.
Der zureaktivierende Streckenteil zwischen Guben (DE) und Zagan (PL) - grün - markiert.
Dieses Problem ist auch in Guben bekannt, heißt es in der Zeitung «Wiadomocsi Gubinskie» ( «Gubiner Nachrichten» ). Der Gubiner Bürgermeister, Bartlomiej Bartczak, sprach darüber mit dem Gubener Stadtoberhaupt Klaus-Dieter Hübner. Doch in Guben gebe es keine konkreten Ideen.
Wenn aber die Sonderwirtschaftszone in Gubin entstünde, wäre die Eisenbahnverbindung für den Warenaustausch mit einer ähnlichen Wirtschaftszone in Guben geeignet.
Ein wichtiges Argument für die Wiederaufnahme des Verkehrs auf dieser Strecke seien auch die deutschen Eisenbahnromantiker und -liebhaber, denn die Verbindung des Eisenbahn- und Bauernhoftourismus sei auch eine Chance für die Entwicklung polnischer ländlicher Gebiete entlang der Strecke.
Die Instandsetzung eines Kilometers dieser Eisenbahnlinie würde zwischen 1,5 und zwei Millionen Zloty kosten. Doch die polnische Bahn könne die Reaktivierung der Strecke nicht finanzieren. Es werde überlegt, Geld aus dem EU-Förderprogramm Interreg-IV-A zu nutzen. Die Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs würde das Ansehen der Stadt erhöhen, sagte Bogdan Bakalarz, Bürgermeister von Lubsko (Sommerfeld), der diese Idee ebenfalls unterstützt.
«Der Fliegende Schlesier» , der etwa bis Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen Berlin und Breslau über Guben verkehrte, bleibt als einer der damals schnellsten Züge (etwa 160 Kilometer pro Stunde) unvergessen.
Quelle: LR
Anmerkung:
Für die Reaktivierung des seit 1995 stillgelegten Streckenabschnittes zwischen Guben (DE) und Zagan (PL), wurde in den 90-iger Jahren von zwei Absolventen der Ingenieurschule für Transportbetriebstechnik Gotha ein Betriebskonzept zur Wiederaufnahme des regionalen Personenverkehrs als Abschlussarbeit erstellt. Dieses Betriebeskonzept wahr Aufbauend auf die damaligen Planungen zur Regionalbahn Brandenburg 2000 und liegt mir in Kopie vor.