Im Vorstand der Deutschen Bahn zirkuliert nach einem Pressebericht ein Vorschlag zur Beilegung des festgefahrenen Streits um einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer. Die «Financial Times Deutschland» (Freitagausgabe) berichtete vorab, es gebe Überlegungen, die Lokführer in eine eigene Servicegesellschaft auszugliedern. Ein ähnliches Modell habe Telekomchef Rene Obermann für die Callcenter des Bonner Konzerns durchgesetzt.
Im Vorstand der Deutschen Bahn zirkuliert nach einem Pressebericht ein Vorschlag zur Beilegung des festgefahrenen Streits um einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer. Die «Financial Times Deutschland » (Freitagausgabe) berichtete vorab, es gebe Überlegungen, die Lokführer in eine eigene Servicegesellschaft auszugliedern.
Ein ähnliches Modell habe Telekomchef Rene Obermann für die Callcenter des Bonner Konzerns durchgesetzt.
In der neuen Gesellschaft könnten alle Lokführer beschäftigt werden - auch jene, die derzeit von der Gewerkschaft Transnet vertreten werden, schrieb das Blatt. Die Tochterfirma könnte dann einen eigenen Tarifvertrag bekommen und Gehaltssteigerungen, die über denen der restlichen Belegschaft liegen.
Noch wage Bahn-Chef Hartmut Mehdorn nicht, mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit zu gehen, schrieb das Blatt. Seine Sorge sei offenbar, dass der Vorschlag in der SPD auf Ablehnung stößt, auch wenn die Mitarbeiter der Servicegesellschaft anders als bei der Telekom Einkommensvorteile hätten. Mit dem Modell würde die Bahn auf die Forderungen der Lokführer-Gewerkschaft GDL und ihres Vorsitzenden Manfred Schell eingehen, die GDL geriete in Zugzwang. «Dann würde sich zeigen, ob Herr Schell den Mumm aufbringt, einem solchen Vorschlag zuzustimmen», sagte ein Bahnkenner dem Blatt.
Quelle: ad-hoc-news
D: Servicegesellschaft für deutsche Lokführer ?
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