Auf der Ilztalbahn von Passau nach Freyung, das ist jene REgionalbahn, welche hinter der östereichischen Grenze aber nor vor den Bahnhof Passau in den Norden abzweigt, wird zunächst kurzfristig wieder ein Regionalverkehr und kurzfristig wieder eineingerichtet !
Der Nostalgieverkehr auf der Ilztalbahn soll nun mit ex- ÖBB-5081 abgewickelt werden!
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Weitere Infos und Kontakt zur Ilztalbahn GmbH (extern)
http://www.ilztalbahn.net/
Schlagzeilen
MdEP Cramer fordert gemeinsame Planungen für grenzüberschreitende Verkehrsprojekte PDF Drucken E-Mail
PNP Freyung Regionalteil vom 07.05.2009
In der tschechischen Nationalparkregion enden drei Bahnstrecken an der bayerischen Grenze
Freyung-Grafenau. Beim diesjährigen trinationalen Treffen von Grünen aus Bayern, Böhmen und Niederösterreich gab es regen Gedanken- und Informationsaustausch zum Thema "grenzüberschreitender Öffentlicher Nahverkehr".
Gast des Treffens war MdEP Michael Cramer, Verkehrssprecher der Grünen im Europäischen Parlament. Mit dabei war auch der grüne Verkehrssprecher im Bundestag, Dr. Anton Hofreiter. Das Treffen fand in Nove Udoli/Neuthal und Stosec/Tusset statt, wo eines der Hauptprobleme des grenzüberschreitenden Öffentlichen Nahverkehrs sichtbar wird: Während auf tschechischer Seite die Bahn von der Grenze weg bis Budweis, Cicenice oder Strakonice führt, gibt es auf deutscher Seite nur einen großen privaten gebührenpflichtigen Parkplatz und verschlossene Toiletten im früheren Zollhaus. Vor allem für die touristische Nutzung - Haidmühle liegt direkt am Nationalpark Sumava - wäre die Anbindung wichtig und auch wirtschaftlich zu betreiben.
Der Personenverkehr von Passau nach Haidmühle wurde nach dem Krieg eingestellt und die Strecke ist inzwischen ein Radweg. Der Streckenabschnitt Passau-Freyung wurde noch bis 2001 genutzt und könnte reaktiviert werden.
Einer der Geschäftsführer der ITB GmbH, Prof. Dr. Thomas Schempf, berichtete von den Bemühungen um den aktuellen Reaktivierungsstand dieser Strecke. Exemplarisch an der vor Tür des Tagungslokals liegenden Schienenstrecke Nove Udoli-Cerny Kris - Volary beschrieb er, wie in Tschechien die Nebenstrecken modernisiert und beschleunigt, im gleichen Zeitraum viele Nebenstrecken in Bayern ausgedünnt und abgebaut wurden.
Die etwa 20 Lokalpolitiker aus der Stadt Passau, dem Landkreis Freyung, dem Bezirk Südböhmen und dem Bundesland Niederösterreich mussten feststellen, dass der grenzüberschreitende öffentliche Personennahverkehr sich seit Ende des Kalten Krieges nicht verbessert hat - im Gegenteil: Strecken wie zwischen dem fränkischen Selb nach As, die Thayatalbahn oder die Verbindung Laa an der Thaya/Hevlin seien wie die Strecke nach Prag über Gmünd auf deutscher und österreichischer Seite vernachlässigt worden. Aber auch das wirtschaftliche Potenzial von tschechischen Konsumenten für Waldkirchen, Freyung und Passau werde immer noch nicht erkannt.
Der Bau von Straßen gehe auf deutscher und österreichischer Seite dagegen flott voran - allerdings ohne Abstimmung mit der tschechischen Seite. So sei die A5 in Österreich zwar beschlossene Sache, die Weiterfahrt in Tschechien werde sich aber nicht so schnell anpassen, weil die geplante Strecke dort durch ein Naturschutzgebiet verläuft. Und während die Straße nach Hollabrunn/Kleinhaugsdorf auf österreichischer Seite jetzt dreispurig ausgebaut wird, sei jenseits der Grenze noch gar kein bindender Beschluss vorhanden. Oftmals sprächen die Verkehrswerte auch nicht dafür. Dies gelte für die Strecke von Linz nach Budweis genauso wie für die Verbindung der B12/R4 nach Prag/Tschechien. Hier hört der vierspurige Ausbau in der Region Pisek 100 Kilometer vor der deutschen Grenze auf und werde so auch nicht fortgeführt, wie die tschechischen Fachleute berichteten. Und die schon diskutierte Einführung der Lkw-Maut in Tschechien werde die B12 entlasten.
MdEP Cramer bestärkte seine Parteifreunde darin, den grenzüberschreitenden Gedanken- und Informationsaustausch so professionell und motiviert wie bisher fortzuführen. Denn durch seine erfahrene europäische Sichtweise auf viele Bauprojekte ist er sich sicher, dass so manches "Nirvana" an der Grenze und vergeudete Steuermillionen durch gemeinsames Planen verhindern werden kann. Das Schließen der Lücken im grenzüberschreitenden Bahnverkehr würde dazu nicht nur die Regionen erschließen, sondern auch zur Öffnung der Grenzen in den Köpfen beitragen. - coy