SALZBURG (SN-akai). Lokführer ist für viele Eisenbahn spielende Buben ein Traumberuf. Mädchen interessierten sich bisher kaum für diese Arbeit. Unter den rund 4800 österreichischen Lokführern sind nur zwei Frauen. Das soll sich demnächst ändern. Im Frühjahr startet in Salzburg die erste Lokführerausbildung nur für Frauen. Es handelt sich um ein von der EU gefördertes Projekt des Vereins "Frau&Arbeit" und der ÖBB.
Cornelia Wieser (21) aus Wien hat die zwölfmonatige Ausbildung vor kurzem abgeschlossen. Sie ist eine der beiden ÖBB-Lokführerinnen. "Ich war schon immer Eisenbahn-Fan und habe mich auch über die Technik der Loks informiert", sagt die junge Frau. Zunächst studierte sie aber Tontechnik, fand keinen Job und stieß dann zufällig auf ein Inserat, in dem die ÖBB Lokführer suchten. Nach mehreren psychischen und körperlichen Tests wurde sie genommen. An dem Beruf schätzt sie nicht zuletzt den guten Verdienst. Schon zu Beginn ihrer Karriere bekommt sie 1200 Euro Netto ohne Zulagen. Wesentlich mehr als in einem typischen Frauenberuf.
Während in der Remise der ÖBB Salzburg das Projekt gefeiert wurde, ist die Stimmung draußen bei der Basis "sehr aufgeheizt", sagt der Salzburger Eisenbahn-Gewerkschafter Walter Androschin. Der gestern präsentierte Gesetzesentwurf für das neue Dienstrecht erzeuge bei vielen Mitarbeitern Existenzängste. Sie fürchten, dass sie jegliche soziale Absicherung verlieren, so Androschin. Der FSG-Gewerkschafter kritisiert, dass die Verhandlungen zwischen Regierung und Gewerkschaft ein "billiges Feigenblatt" waren. "Kein Vorschlag, den die Gewerkschaft in elf Gesprächsrunden eingebracht hat, wurde in den Gesetzesentwurf aufgenommen." Am Montag beginnen deshalb mit einem Überstunden-Boykott voraussichtlich die ersten Kampfmaßnahmen, so Androschin.
...ich weiß was du meinst - darüber hab ich mich auch schon beim Lesen gewundert - aber vielleicht wollte man einfach den Gegensatz "Feiern - Streiken" unterstreichen, oder aber bewusst betonen dass diese beiden Bereiche bei den ÖBBlern einhergehen??
herbert.fidi hat geschrieben:Ich würde sagen, dass beide Berichte mit den ÖBB zu tun haben, was ist daran auszusetzen?
CU Herby
Nun ja, der Titel war aber nicht: "Was tut sich bei der ÖBB", sondern "Frauen sind am Zug" und der zweite Teil des Artikels hat mit dieser Überschrift gar nichts zu tun. Ich hoffe, daß jetzt auch dir klar ist, was ich meinte.
Auch ich bin der gleichen Meinung wie Koralm und habe nichts für abgrundtiefe sexistische Aussagen übrig mit welchen manche User anderer Foren teilweise das Einrschreiten des Forenmasters nötig machen.