Für langsame ÖBB-Reform
13. Oktober 2003
Ja zu Einsparungen bei den ÖBB. Nein zum Tempo, das die Regierung vorlegt. Die Salzburger sind für eine behutsame ÖBB-Reform.
SALZBURG (SN-höd). Sparen, erneuern, überkommene Vorrechte abschaffen: Das erwarten sich die Salzburger von einer Bundesbahn-Reform. An der Notwendigkeit von Einschnitten gibt es kaum Zweifel. Vierzig Prozent sind davon überzeugt, dass die Bahn "in vielen Bereichen reformiert" werden muss. Weitere 50 Prozent halten die ÖBB in Teilbereichen für reformbedürftig.
Jeder Zweite spricht sich dar-über hinaus für Budgetkürzungen bei den Bundesbahnen aus. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter SN-Lesern.
Das Tempo der Reform ist vielen Salzburger aber zu hoch. "Vieles geht zu schnell, ist nicht ausdiskutiert." Das ist die Meinung der Mehrheit der befragten SN-Leser. Dabei fällt auf, dass selbst ÖVP-Wähler Zweifel am Reformtempo haben. Jeder zweite ÖVP-Anhänger glaubt, dass "alles zu schnell" gehe. Für sechs von zehn Salzburgern ist die Art, wie die Regierung Reformen umsetzt, ein "Drüberfahren". Immerhin 43 Prozent der Salzburger halten den Überstundenboykott der ÖBB-Mitarbeiter für gerechtfertigt. Eine Privatisierung der Bahn wird von der großen Mehrheit der Befragten abgelehnt.
Kritik an alten Privilegien
Insgesamt könnte das Image der Bahn bei den Salzburgern deutlich besser sein. Vielen gelten die ÖBB als Privilegienstadl. Rund sechs von zehn Salzburgern sprechen sich sogar für Eingriffe in bestehende Dienstverhältnisse aus. Trotzdem werden die ÖBB-Mitarbeiter generell gelobt und als freundlich beschrieben. Besonders gute Noten bekommt das Zugpersonal.
© SN.
Für langsame ÖBB-Reform
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Stefan_M
Für langsame ÖBB-Reform
Heute in den SN:
Interessant ist ja, daß die ÖVP jetzt auf Plakaten für die Bahnreform wirbt. Dabei geht es unter anderem um die Schaffung einer modernen Bahn. Originellerweise dient aber ein dynamisch aufgenommener 4010er als Hintergrundbild. Ohne dieses Fahrzeug herabwürdigen zu wollen (es ist eines meiner Lieblingsfahrzeuge bei der ÖBB), so wirft es schon ein eigenartiges Bild auf diese Bahnreform, wenn ein etwa 40 Jahre altes Fahrzeug herangezogen wird um für die moderne Bahn zu werben.
Michael
Michael
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Stefan_M
Ja gut - das ist vielleicht einfach weil der 4010er als Transalpin doch der Paradezug Österreichs schlechthin war. Wenn ich mich nicht täusche sogar einer der ersten Züge Europas die fahrplanmäßig mit 150km/h unterwegs waren!?!?
Auch wenn er mittlerweile schon vor der endgültigen Ausmusterung steht so ist er doch noch das bekannteste was die ÖBB zu bieten hat. Aber du hast recht - mittlerweile wäre es doch eher angebracht einen Taurus mit ÖEC abzubilden.
Liebe Grüße, Stefan
P.S.: Übrigens wird (so weit ich die Plakate jetzt im Kopf habe) auch die alte ÖBB Schrift verwendet und noch nicht das neue Design.
Auch wenn er mittlerweile schon vor der endgültigen Ausmusterung steht so ist er doch noch das bekannteste was die ÖBB zu bieten hat. Aber du hast recht - mittlerweile wäre es doch eher angebracht einen Taurus mit ÖEC abzubilden.
Liebe Grüße, Stefan
P.S.: Übrigens wird (so weit ich die Plakate jetzt im Kopf habe) auch die alte ÖBB Schrift verwendet und noch nicht das neue Design.
Aber mal ehrlich, glaubst Du die ÖVP hätte irgendeine Ahnung davon was ein 4010 eisenbahnhistorisch gesehen ist?
Abgesehen davon ist das Bild so "unscharf", daß jemand, der nicht vom Fach ist, sowieso nicht erkennt was das für ein Zug sein soll.
Abgesehen davon ist das Bild so "unscharf", daß jemand, der nicht vom Fach ist, sowieso nicht erkennt was das für ein Zug sein soll.
Understanding is a three edged sword. Your side, their side, and the truth.
4010
Der 4010 hat optimale Farben für die Verwendung im Werbesujet.
Mit dieser Lackierung kann man grafisch wenigstens etwas anfangen, im Gegensatz zu einer knallroten Taurus oder dem mausgrauen ÖBB-EC.
Ich glaube nicht dass der Werbegrafiker irgendeine Rücksicht auf eisenbahnhistorische Belange genommen hat. Da geht es nur um Optik.
max
Mit dieser Lackierung kann man grafisch wenigstens etwas anfangen, im Gegensatz zu einer knallroten Taurus oder dem mausgrauen ÖBB-EC.
Ich glaube nicht dass der Werbegrafiker irgendeine Rücksicht auf eisenbahnhistorische Belange genommen hat. Da geht es nur um Optik.
max
Optik
Na sicher geht es um Inhalte.
Jede Menge Kunden mit vollen Brieftaschen, bei denen die Schmerzgrenze an Zumutbarkeit noch nicht erreicht ist. Viel zu viel Personal, Immobilien, Wagenmaterial, das unnötig Kosten verursacht.
Das sind jede Menge finanzielle Inhalte, die es noch abzuschöpfen gilt. Die Herren ganz oben haben noch nicht genug.
max
Jede Menge Kunden mit vollen Brieftaschen, bei denen die Schmerzgrenze an Zumutbarkeit noch nicht erreicht ist. Viel zu viel Personal, Immobilien, Wagenmaterial, das unnötig Kosten verursacht.
Das sind jede Menge finanzielle Inhalte, die es noch abzuschöpfen gilt. Die Herren ganz oben haben noch nicht genug.
max
Angesichts der Ereignisse von den letzten Wochen rund um dieses Thema entsteht bei mir der Eindruck, wonach der Hietzinger Napoleon, besser bekannt als Bundeskanzler Schüssel, lieber heute als morgen die rote ÖBB nach "seinen" Vorstellungen einschwärzen möchte und dabei fernab jeder Sachlichkeit agiert.
Schüssel regiert fernab jeglicher Sachlichkeit, seitdem er in der Politik ist. Den Salat, den er jetzt seit 2000 scheinheilig einschwärzt hat er brav jahrelang in der großen Koalition geduldet bzw. gefördert. Schüssel ist der hinterfotzigste Kanzler den die Republik je gesehen hat.
Wer wenn nicht er ist ein echtes Arschloch?
Wer wenn nicht er ist ein echtes Arschloch?
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Sehr richtig ....
Den Ausführungen von hcl ist fast nichts hinzuzufügen! Wir werden erst bei der nächsten Wahl sehen, ob der Österreicher betrogen, belogen und beschissen werden will - wahrscheinlich leider schon!!
Noch eine zweite Amtsperiode dieses Möchtegern-Kanzlers überlebt diese Republik eh nicht - es wurde jetzt schon genug Porzellan zerschlagen und fast das gesamte Familensilber verscherbelt!
Pfui - die Nachkriegsgeneration, die den Aufbau geleistet hat, und für ihre Rechte gekämpft hat, muss sich jetzt ganz schön verarscht vorkommen, wenn Sozialleistungen Stück für Stück wieder abgeschafft werden - bravo Herr Kanzler - pfui !!!
Noch eine zweite Amtsperiode dieses Möchtegern-Kanzlers überlebt diese Republik eh nicht - es wurde jetzt schon genug Porzellan zerschlagen und fast das gesamte Familensilber verscherbelt!
Pfui - die Nachkriegsgeneration, die den Aufbau geleistet hat, und für ihre Rechte gekämpft hat, muss sich jetzt ganz schön verarscht vorkommen, wenn Sozialleistungen Stück für Stück wieder abgeschafft werden - bravo Herr Kanzler - pfui !!!