SN Aritkel zur Pinzgaubahn

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Stefan_M

SN Aritkel zur Pinzgaubahn

Beitrag von Stefan_M »

Bahn: die Uhr tickt

05. Dezember 2003

Tauziehen um die Pinzgau-Bahn. Nächste Woche muss das Land eine Finanzierungszusage abgeben, sonst sieht es schlecht aus.

SALZBURG (SN-alf). Der Erhalt der Pinzgau-Bahn steht auf des Messers Schneide. Die Zeit, eine Finanzierungszusage abzugeben, wird für das Land knapp. Nächste Woche steht das Thema auf der Tagesordnung der Landesregierung. Kommt es über den Förderungsvertrag zu keiner Einigung, dann wird der Vorstand der ÖBB entscheiden müssen, ob die Bahn ab Mitte Dezember uneingeschränkt weiterfährt oder der Fahrplan reduziert wird, sagt Günther Penetzdorfer, Leiter des ÖBB-Personenverkehrs Salzburg.

Vorgesehen ist, dass das Land in den nächsten zehn Jahren pro Jahr 1,5 Millionen Euro für die Pinzgau-Bahn bereitstellen muss. Ob es in der Landesregierung zu einer Einigung kommt, ist noch nicht sicher. So will Landesrat Walter Blachfellner (SPÖ) zwar über den Entwurf eines Fördervertrages beraten bzw. eine Ermächtigung, diesen mit den ÖBB abzuschließen. LH-Stv. Wolfgang Eisl (ÖVP) weist aber darauf hin, dass dies mit seinem Finanzressort nicht abgesprochen worden ist und er über das Vorhaben nicht informiert worden sei. Seit drei Jahren werde über den Weiterbestand der Pinzgau-Bahn diskutiert und verhandelt. Nun müsse alles im letzten Moment rasch über die Bühne gebracht werden. Das sei unverständlich, heißt es aus dem Büro von LH-Stv. Eisl.

Eile ist jedenfalls angesagt. Verkehrsminister Hubert Gorbach hat Landeshauptmann Franz Schausberger (ÖVP) zwar bestätigt, dass der Bund die Finanzierung für die Pinzgau-Bahn verlängert, allerdings nur, wenn die Verhandlungen zwischen Land und ÖBB rasch abgeschlossen werden. Außerdem werden die ÖBB im nächsten Jahr in mehrere Gesellschaften aufgeteilt. Dann muss das Land den Finanzierungsvertrag nicht nur mit einem Unternehmen, sondern mit mehreren abschlie-ßen, das mache die Sache noch komplizierter.

NAbg. Johann Maier (SPÖ) verweist außerdem auf ein Papier der Bundesregierung, in dem von "Rationalisierungen bei den Nebenbahnen" die Rede ist. Maier befürchtet, dass es überall wo es Busverbindungen gibt, die Bahnen eingestellt werden. Der Bestand der Pinzgau-Bahn sei dadurch massiv gefährdet.

© SN.
Dieter WISSEKAL

Re: SN Aritkel zur Pinzgaubahn

Beitrag von Dieter WISSEKAL »

Stefan_M hat geschrieben:Nächste Woche muss das Land eine Finanzierungszusage abgeben, sonst sieht es schlecht aus.
Glücklicherweise hat das Land eine Finanzierungszusage abgegeben. ORF.at berichtet diesbezüglich:
Pinzgaubahn erhält Geld vom Land
Die Salzburger Landesregierung hat sich nun klar zur Pinzgau-Bahn bekannt und grundsätzlich Geld für zehn Jahre für den Weiterbestand der alten Bahn zugesichert.

1,5 Millionen Zuschuss jährlich
Jährlich können die ÖBB für die Pinzgaubahn - der ehemaligen Krimmlerbahn - mit bis zu 1,5 Millionen Euro rechnen und das für die Dauer von zehn Jahren. Diese Zusicherung hat die Landesregierung abgegeben.

Der zuständige Verkehrslandesrat Walter Blachfellner zeigt sich erleichtert: "Nachdem das jetzt von der Landesregierung zugesichert wurde, bin ich guter Dinge, dass wir die Pinzgaubahn attraktiver machen und über längere Zeit erhalten können".

Regierung fordert attraktiven Fahrplan
Geld aus der Landeskasse wird es aber nur dann geben, wenn die Bundesbahnen die Auflagen der Regierung auch erfüllen.

"Uns ist das Management vor Ort besonders wichtig, außerdem sollen gemeinsam mit den Anrainergemeinden Marketingmaßnahmen entwickelt werden", erläutert Blachfellner.

Das Land verlangt weiters einen attraktiven Taktfahrplan mit einer Verbindung alle zwei Stunden von Zell nach Krimmel, jede Stunde nach Mittersill und jede halbe Stunde zum Golfplatz nach Bruckberg.
Quelle: http://oesterreich.orf.at/oesterreich.o ... &id=296857
MichaelK
Beiträge: 430
Registriert: Do Jul 31, 2003 22:03

Beitrag von MichaelK »

Es gibt auch andere Interessenten als die ÖBB, sofern man diese überhaupt als interessiert bezeichnet werden kann. Daher halte ich einen voreiligen Vertragsabschluß mit der ÖBB nicht für sehr zielführend.

WARUM WERDEN STRECKEN IN ÖSTERREICH NICHT AUSGESCHRIEBEN?????

Denn nur so kann das Optimum für den Fahrgast UND den Steuerzahler erreicht werden.

Michael
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