Derzeit keine 200 km/h zw. Linz und Lambach!

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BNA-Informant
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Derzeit keine 200 km/h zw. Linz und Lambach!

Beitrag von BNA-Informant »

Derzeit darf diese LZB Strecke nicht mit V/max 200 km/h befahren werden.

Der Grund ist keine defekte LZB, sondern der Ablauf der behördlichen Genehmigung! Eine zeitgerechte Verlängerung / Neuausstellung durch die ÖBB ist nicht erfolgt.

St.Pölten - Pöchlarn ist davon jedoch nicht betroffen.
Stefan Aichhorn

Beitrag von Stefan Aichhorn »

Bei der Strecke Linz - Wels ist es eigentlich eh eine Frechheit, dass sie "nur" für 200 km/h freigegeben war. Die Strecke ist schnurgerade, ist in hervorragendem Zustand und wird derzeit ja nur mit 160 km/h befahren! In Deutschland werden Strecken mit 200 befahren, die Uralt sind (Holzschwellen), kurvig und nicht geschweißt sind.
Vielleicht wird die Geschwindigkeit wieder erhöht, wenn dann die ausgezeichnete ÖBB-Reform von Herrn Kukacka und Herrn Gorbach in Kraft tritt! Ich freue mich heute schon auf diese Reform, denn dann wird die ÖBB auch wirtschaftlich arbeiten müssen!!!
Ein herzliches Dankeschön im voraus an die ÖVP!!!!!!!
NorbertK

Beitrag von NorbertK »

Stefan Aichhorn hat geschrieben:In Deutschland werden Strecken mit 200 befahren, die (...) nicht geschweißt sind.
Ah? Wäre mir neu. Welche Strecke meinst Du denn?
wwoer

Beitrag von wwoer »

@ Stefan Aichhorn
Wenn du schon eine wirtschaftliche Bahn willst, warum dann diese Forderung nach Geschwindigkeiten über 200 km/h
Du brauchst ja nur einmal den Mehraufwand an Energie im Verhältnis zur auf dieser Strecke möglichen Fahrzeitkürzung rechnen. Ganz zu schweigen von den dafür erforderlichen Fahrzeugen, die fehlen ja abgesehen von den drei ICE-Zugpaaren vollkommen. Und bei diesen wird nur die Streckendurchlässigkeit negativ beeinflusst.
Nicht zu vergessen, dass bei der DB für Strecken über 200 km/h ein gewaltigen Zuschlag zum IBE verrechnet (und dieser dürfte nicht einmal die Kosten decken). Und das heißt wiederum höhere Fahrpreise für die Kunden.

Die Reform wird ein Erfolg, wenn man die Bahn von solchen Ideen wir der von dir angesprochenen verschont.
Ich verstehe nur nicht, warum ein Danke an die ÖVP? Die Reform wurde doch von einem FPÖ Minister umgesetzt, und die Beiträge der ÖVP in Form des Herrn Staatssekretär waren der Reform doch wohl weit mehr schädlich denn nützlich. Wenn diese Reform ein Erfolg wird, dann trotz dieser Regierung (und dort speziell der ÖVP) und nicht Dank ihr.

Wolfgang
Stefan Aichhorn

Beitrag von Stefan Aichhorn »

..
Zuletzt geändert von Stefan Aichhorn am Di Apr 13, 2004 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
Stefan Aichhorn

Beitrag von Stefan Aichhorn »

@ wwoer:

Ich danke der ÖVP nicht nur zu ihrem Beitrag bei der Bahnreform, sondern viel mehr für ihren grundsätzlichen Einsatz in Sachen ÖBB.

Dazu passend dieser Artikel:

http://www.oevp.at/europa/artikel.asp?where=008194
Zuletzt geändert von Stefan Aichhorn am Di Apr 13, 2004 16:19, insgesamt 1-mal geändert.
KarlWimmer

Beitrag von KarlWimmer »

@Stefan Aichhorn

Glaubst du alles was die Politiker sagen :?:



Karl
Stefan Aichhorn

Beitrag von Stefan Aichhorn »

@ Wimmer:

Nicht alles, aber manches ist einfach "Glaubwürdig".
wwoer

Beitrag von wwoer »

Dass eine Reform notwendig ist, stimmt schon. Und wenn, dann auch gleich. Ich gebe dir vollkommen Recht, warum warten, wenn man es auch gleich sein kann.
Ich frage mich nur, warum tut man es dann nicht?
Der Beschluss zur Gründung der DB AG fiel im Dezember 1993, im Jänner 1994 war die AG gegründet und man konnte mit der Arbeit beginnen.
Und was war 10 Jahre später?
Der Beschluss zur ÖBB Reform fiel im Dezember 2003 und wann kommt die Holding? Bis jetzt haben wir gerade einmal einen Aufsichtsrat. Aber bis zum gesetzlichen Termin der Gründung der nachgeordneten AGs haben wir ja noch 6 Wochen Zeit. Ein Witz das Ganze, da wird um politische Posten gestritten, anstatt umzusetzen. Dabei hat man es sich ohnehin leicht gemacht und bei den Vorstandbestellungen um das zeitaufwendige Ausschreibungsverfahren herumgedrückt, mit dem Argument, dass es schnell gehen soll.
Bisher hatte ich bei dieser Regierung immer den Eindruck schnell und schlampig (Stichwort: VGH-Aufhebungen), die ÖBB-Reform schaut ziemlich nach langsam und schlampig aus.
Dazu noch die unglückliche Verknüpfung mit der Bezügereform. Grundsatz der Betriebswirtschaft sollte eigentlich sein, nie zwei Schritte auf einmal zu tun. Und etwas mehr Nachdenken hätte dabei auch nicht geschadet. Sonst kostet das Ganze nämlich mehr, als zuvor (Arbeitszeitgesetz).
Alleine wenn ich mir nur das Zitat „Wir wollen die ÖBB nicht privatisieren, wir wollen sie auf Vordermann bringen" durchlese, müsste ich als Mitarbeiter jegliche Motivation verlieren. Da wird indirekt bis zum kleinsten Mitarbeiter jedem Nichtkönnen und Nichtwollen unterstellt.
Das ist nicht nur nicht vorhandenes Wissen um den Umgang mit dem Personal, sondern reinste politische Polemik.
Die Regierung soll die Strukturreform umsetzen und dann die Finger von der Bahn lassen. Wie ein Vorstand und Aufsichtsrat sein Unternehmen zu führen hat, steht im Aktienrecht. Und daraus hat man sehr wohl auch abzuleiten, wie z.B. die Bezüge zu regeln sind.
Was sich nämlich wirklich ändern muss, ist die ständige Einmischung der Politik, namentlich der Regierung,

Wolfgang
hcl
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Registriert: Di Aug 12, 2003 13:54

Beitrag von hcl »

@wwoer: Das geht eigentlich ja gerade auf das Kernproblem staatlicher Betriebe ein, nämlich die Tatsache, daß sich die Politik immer wieder in innerbetriebliche Angelegenheiten einmischt. So bleibt nur zu hoffen, daß nach der ÖBB-Reform nicht durch irgendwelche Hintertüren die Politik ihren jeweiligen Willen durchsetzt.

Man soll die Bahn so gut wie möglich wirtschaftlich führen, übrige Leistungen muß die Republik ablösen, was ALLERDINGS voraussetzt, daß sich die Republik und die Länder NICHT ihrer politischen Verantwortung für entsprechende Verkehrsverbindungen zu sorgen entziehen.
Understanding is a three edged sword. Your side, their side, and the truth.
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