Fahrdienstleitermangel & die Auswirkungen
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Fahrdienstleitermangel & die Auswirkungen
Gestern Nachmittag musste ab 13:10 Uhr der Zugverkehr zwischen den Bahnhöfen Großhollenstein und Lunz am See wegen Personalmangel an Fahrdienstleitern (!) komplett eingestellt werden. Bis auf weiteres kam es zu einem Schienenersatzverkehr zwischen den Bahnhöfen.
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Mangel an Stellwerkswärtern
Am Samstag dem 5 Februar stand um 0 Uhr für den Rollbetrieb im Bahnhof Wels Vbhf. wegen Personalmangel kein Stellwerkswärter zur Verfügung. Der Bedienstete vom Tagdienst versah daher seinen Dienst bis 24:00 Uhr nachdem für den Nachtdienst, selbst durch die verständigte RL kein Bediensteter eingesetzt werden konnte. Die Folgen: Güterzug 54189 wurde um 60 Minuten verspätet, bis zum Eintreffen des Tagdienstes mussten 3 Güterzüge abgespannt werden. Zug 44957 wurde nach St. Valentin weitergeleitet.
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ostbahncharly
Soviel zur Personalplanung...
Bei jeder Personalplanung werden K + U eingeplant. Bei Ausfall eines Bed. dürfte es kein Problem sein den Betrieb weiterzuführen.
Soll das heißen, bei der ÖBB gibt es keine Personalplanung?
Wer mit geilen Schienenfahrzeugen
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wwoer
Natürlich gibt es eine Personalplanung.Johannes hat geschrieben:
Soll das heißen, bei der ÖBB gibt es keine Personalplanung?![]()
Aber wenn du eben einen speziellen Posten hast (mit spezieller Einschulung) kann die Reserve uU eng werden.
Kleines Rechenbeispiel: Pro Woche hast du 168 Stunden abzudecken, ein Mitarbeiter erbringt dir 31,6 Stunden (Normalarbeitszeit minus Ausfallsfaktor). Ergibt also einen Bedarf von 5,31 Mitarbeitern.
Nachdem das Optimum, Teilzeitkräfte in der Regel nicht zur Verfügung steht, ist es am Günstigsten, den Posten mit 5 Mitarbeitern zu besetzen und den Rest auf Überstunden zu zahlen.
Nur wenn jetzt einer Urlaub ist und zwei werden krank, dann ist es aus……
Daher wäre ja die Auflassung dieser kleinen Posten und die Zusammenfassung in BFZ so wichtig. Und wie gesagt, Teilzeitkräfte wären auch nicht schlecht.
Wolfgang
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wwoer
BFZ=BetriebsführungszentraleJohannes hat geschrieben:BFZ - Was ist das bitte, danke!
Die Stelle, von welcher aus der GB Netz-Betrieb der ÖBB Infrastruktur Betrieb AG eine Strecke (mehrere Bahnhöfe und die dazwischen liegende Strecke) fernsteuert. Die Weichen und Signale werden also nicht im jeweiligen Bahnhof, sondern von zentraler Stelle aus bedient.
Während die derzeitigen BFZ nur relativ kurze Streckeabschnitte (nicht viel mehr als 7 Bahnhöfe) fernsteuern, ist angedacht, hinkünftig das gesamt Streckennetz (neben einigen Zugleitbetrieben) von nur 6 BFZ aus zu steuern.
Wobei in diesen BFZ die operative Ebene (also die Fahrdienstleiter) und die disponierende Ebene (die Betriebsmanager usw) gemeinsam in einen Raum sitzen und von dort die gesamte Betriebsabwicklung durchführen.
Wolfgang
Danke für die Erklärung!
Von diesen Plänen habe ich schon gehört, alleine der dazupassende Name hat mir gefehlt, jetzt weiß ich den auch. Danke!
Gibt es schon einen Plan, bis wann diese 6 BFZ das gesamte Streckennetz abdecken sollen, und wo es diese geben wird?
Lg Johannes
Von diesen Plänen habe ich schon gehört, alleine der dazupassende Name hat mir gefehlt, jetzt weiß ich den auch. Danke!
Gibt es schon einen Plan, bis wann diese 6 BFZ das gesamte Streckennetz abdecken sollen, und wo es diese geben wird?
Lg Johannes
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wwoer
Die Steuerung des Netzes ist eigentlich ausgereift und könnte ab sofort umgesetzt werden. Die Bauzeit ist natürlich einzurechnen. Ob man jetzt rund 5 Bahnhöfe oder dann ein Vielfaches davon steuert, macht technisch nicht viel Unterschied.
Vorher gibt es aber noch 2 Kernpunkte zu lösen:
Einerseits die Zugbeobachtung, welche ja dann nicht mehr von den nicht mehr vorhandenen FDL´s vor Ort durchgeführt werden kann und durch technische Systeme ersetzt werden muss. Und da gibt es von den 7 kritischen Bereichen noch 2, welche nicht gelöst sind: Die Erkennung von Entgleisungen und von Bränden.
Und andererseits gibt es auch noch die Bediensteten, welche dem Kündigungsschutz unterliegen und daher nicht von heute auf morgen wegrationalisiert werden können.
BFZ sind in Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, St, Pölten und Villach geplant.
Wolfgang
Vorher gibt es aber noch 2 Kernpunkte zu lösen:
Einerseits die Zugbeobachtung, welche ja dann nicht mehr von den nicht mehr vorhandenen FDL´s vor Ort durchgeführt werden kann und durch technische Systeme ersetzt werden muss. Und da gibt es von den 7 kritischen Bereichen noch 2, welche nicht gelöst sind: Die Erkennung von Entgleisungen und von Bränden.
Und andererseits gibt es auch noch die Bediensteten, welche dem Kündigungsschutz unterliegen und daher nicht von heute auf morgen wegrationalisiert werden können.
BFZ sind in Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, St, Pölten und Villach geplant.
Wolfgang
Auf die Lösung dieser zwei nicht gerade unwichtigen Punkte bin ich schon gespannt. Bei Bränden könnte ich mir eine Videoüberwachung bei den Bahnhöfen vorstellen, aber für Entgleisungen wird es schon schwieriger...Und da gibt es von den 7 kritischen Bereichen noch 2, welche nicht gelöst sind: Die Erkennung von Entgleisungen und von Bränden.
Villach ist das einzige BFZ im Süden - alle Achtung - denen wird dort sicherlich nicht fad werden!BFZ sind in Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, St, Pölten und Villach geplant.
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Robby