Voest führt Stahlzüge in Eigenregie (m.B.)

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Sybic
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Voest führt Stahlzüge in Eigenregie (m.B.)

Beitrag von Sybic »

Seit Montag wird der Gz 47209 von der Voest über das eigene EVU Cargoserv über den Tauern bis nach Tarvis geführt. Während der Fahrt über den Tauern kommt es dabei zu einer Doppeltraktion, wie die Aufnahme von Wolfgang Unterdünhofen zeigt, welche bei der Ausfahrt des Zuges aus dem Bahnhof Schwarzach-St.Veit entstanden ist:

Bild

(C) Foto: Wolfgang Unterdünhofen

Zusätzlich eine Aufnahme von gestern, welche ES64U2 081 mit dem besagten Gz 47209 nächst Köstendorf zeigt:

Bild

(C) Foto: Harald Walkner
Bahnnews-Austria: Interessante Nachrichten aus der Welt der Eisenbahn!
NorbertK

Beitrag von NorbertK »

Am 30.03.2005 schrieben die OÖNachrichten dazu folgendes:
OÖNachrichten hat geschrieben:voest-Tochter zieht wieder Transporte von ÖBB ab

LINZ. Ab nächsten Montag [=04.04.2005] kommen dem ÖBB-Güterverkehr erneut zwei große Aufträge abhanden. Die Logserv übernimmt den Kohlentransport aus Tschechien und Blechlieferungen nach Italien.

Die Rail Cargo Austria (RCA), die Güterverkehrsgesellschaft der ÖBB, verliert den gesamten Kohletransport der voestalpine auf der Summerauer Bahn. Eine Million Tonne pro Jahr oder 15 Züge pro Woche übernimmt die voest-Tochter Logserv direkt von der tschechischen Staatsbahn.

Neben dem Volumen ist diese Verlagerung vor allem strategisch bedeutsam. "Es ist uns gelungen, dass die tschechischen Staatsbahn erstmals direkt mit einer ausländischen Privatbahn einen Vertrag geschlossen haben. Bisher haben die Tschechen in Österreich immer nur mit den ÖBB geredet", sagt Christian Janecek, Geschäftsführer der Logserv.

Ein Jahr lang hätten die Gespräche und Vorbereitungen gedauert. Ab 4. April übernimmt die Logserv mit ihren Loks die Kohlewaggone in Summerau.

Ebenfalls ab vierten April bringt die Logserv ein Viertel aller Bleche, die sie per Bahn nach Italien liefert, direkt nach Tarvis. 150.000 Tonnen - im Endausbau sollen es 180.000 Tonnen sein - übergibt die inzwischen größte österreichische Privatbahn an die Trenitalia, die italienische Staatsbahn.

Damit kommen den ÖBB 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr (von zuvor 7,4 Millionen Tonnen) ihres größten Kunden abhanden. Mit den bereits verlorenen Lieferungen von Eisenerz (eine Million Tonne), 700.000 Tonnen Kalk und 350.000 Tonnen Überstellungstransporten vom Linzer Werksgelände in den Hafen hat sich die Logserv zum ernst zu nehmenden David neben dem Goliath ÖBB entwickelt.

Neben den verloren gegangenen Umsätzen tut sich damit für die ÖBB ein zweites Problem auf: Ihre internationalen Partnerbahnen reden plötzlich direkt mit ihren Kunden. Das schafft zusätzliche Transparenz. Damit werden Preise und Konditionen klarer, was sich wiederum negativ auf die Erlössituation auswirken kann.

OÖnachrichten vom 30.03.2005
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