Winterliche Puszta- und Eisenbahnromantik
- ein Reisebericht aus Ungarn im Herbstnebel
Das Wochenende am 21. und 22. November hat mich in die ungarische
Puszta bei nebeligem Wetter geführt und mir wieder einmal in
Erinnerung gerufen, dass zum tristen, aber romantischen Wetter auch
die morbiden Lebens- und Wirtschaftsbedingungen in weiten Teilen Ungarn
ideal dazupassen: Ich habe an den beiden Tagen verfallene Häuser in
einsamen Gegenden, in Ruinen liegende Industrien mit eingestürzten
Schornsteinen und eingeschlagenen Fenstern von Fabrikhallen, verfallene
Bahnhöfe an einsamen Bahnstrecken in der menschenleeren Puszta gesehen
und das herrliche Lebensgefühl schaukelnder Waggons uralter
Lokalbahnzüge auf ausgeleierten, verbogenen Geleisen
genossen…….als Eisenbahnfreund liebt man solche Nostalgie, als
Einheimischer, der in solchen Zügen mit überwiegend zersplitterten
Fernstern, kaputten Türen und vom Rost zerfressener Karosserie
täglich zur Arbeit fahren muss, wird man die Dinge natürlich anders
sehen……Verhältnisse wie bei den Eisenbahnen in Bangladesh oder in
Afrika würde man 100 km von Wien entfernt kaum vermuten – sie sind
aber ganz authentisch und real!
In ganz Europa ist Mitte Dezember der traditionelle Fahrplanwechsel,
die Züge fahren dann nach neuen Fahrplänen und zu diesem Zeitpunkt
werden überall auch Bahnstrecken eingestellt, weil zu wenige Leute sie
benützt haben oder einfach die Infrastruktur derart desolat ist, dass
ein Weiterbetrieb für die Fahrgäste gefährlich wäre! Daher sind im
November auf solchen Strecken auch viele Eisenbahnfreunde unterwegs,
die eifrig noch alles fotographieren, bevor es „das Zeitliche
segnet“! Sogar eine Gruppe tschechischer Eisenbahnfreunde sind mit
einem Bus in die schöne ungarische Kleinstadt Kecskemet angereist, wo
2 Schmalspurbahnen mit je 50 km Lände beginnen und auf kurvenreicher
Strecke zwischen frierenden Schafherden und Ziehbrunnen durch die
Puszta schlingern! Vorbei geht es an Slum-Siedlungen dort lebender Roma
und Sinti, wo man die Kinder in Pfützen spielen sieht, in kleinsten
Häuschen 10 Leute wohnen und manche Familien in Bretterbuden
vegetieren. Gerade in Ostungarn ist die soziale Lage besonders schlimm
und Arbeitsplätze sind Mangelware, gerade für Leute, deren
Qualifikation, Arbeitsmoral und Arbeitsbereitschaft nicht gerade hoch
entwickelt sind. Am riesigen Sonntagsflohmarkt von Nyiregyhaza in
Nordostungarn hält der Bummelzug und eine Gruppe Zigeuner stürmt mit
riesigen Taschen, Säcken und Kisten den einzigen Waggon des desolaten
Schmalspurzuges - „Drittwelt-Eisenbahnromantik pur“ ist hier
angesagt, es sieht aus und klingt im Waggon nach Indien, Afrika und
Peru in einem! Nachdem ich die 2 erlebnisreichen Tage intensiv
fotographisch dokumentiert habe, ist jeder von Euch eingeladen, sich
bei mir eine CD abzuholen, falls er/sie Interesse hat, ungarische
Eisenbahnromantik „nachzuerleben“!
Mit herzlichen Grüßen verbleibt Euer „Ost- und
Eisenbahnreisen-Spezialist
Hallo miteinander,
wie schon lange von mir befürchtet, die MAV schliesst wahrscheinlich
die Juwelen der Schmalspur in Ungarn ab Dezember 2009
Balatonfenyves-Somogyszentpál
napi 2 autóbuszjárat fog közlekedni (valószín?leg 1 járatpárat ért alatta a KHEM)
Nyíregyháza-Balsa 118/119
a jelenlegi 16 autóbuszjárat elegend?, új járat nem indul
Herminatanya-Dombrád
4 új autóbuszjárat lesz,
Kecskemét-Kisk?rös
a jelenlegi 12 autóbuszjárat elegend?, új járat nem indul
Kecskemét-Kiskunmajsa
a jelenlegi 2 autóbuszjárat elegend?, új járat nem in
Ja die Autobusse sind billiger und so schööööön!?!?!?
Mit eisenbahnfreundlichen Grüßen, jedoch nicht an die MAV