Als Großer Amerikanischer Straßenbahn-Skandal (engl. Great American streetcar scandal) wird die systematische Zerstörung des auf der Straßenbahn basierenden öffentlichen Personennahverkehrs in 45 Städten der USA unter Führung der General Motors Company, der größten US-Automobilbaugesellschaft ab den 1930er bis in die 1960er Jahre bezeichnet. Die Verkehrsunternehmen wurden aufgekauft, um eine Stilllegung der Straßenbahnstrecken zu Gunsten des Automobilverkehrs zu erreichen, damit Fahrzeuge und Betriebsstoffe aus eigener Produktion abgesetzt werden konnten.
Bis ein Urteil des Obersten Gerichtshofes 1956 diese Praxis, Schienennetze stillzulegen, endgültig untersagte, hatte sich die Zahl der Straßenbahnzüge in den USA bereits von 37.000 auf 5.300 reduziert. Dass dahinter ein organisiertes Netzwerk von Automobilkonzernen steckte, wurde erst 1974 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Bradford Snell, ein Anwalt der US-Regierung, verfasste für den Anti-Monopol-Ausschusses im Senat einen Bericht auf Basis der Gerichtsakten von 1956.[1]
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe ... hn-Skandal