Pyhrnbahn-Ausbau als Public-Private-Partnership-Modell

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NorbertK

Pyhrnbahn-Ausbau als Public-Private-Partnership-Modell

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Die Wiener Zeitung berichtet heute (13.04.2005) vom vorgesehenen Ausbau der Pyhrnbahn, der zwar staatsfinanziert, aber nicht unter der Regie der ÖBB erfolgen soll. Hervorhebungen im Text von mir.
Wiener Zeitung hat geschrieben:Pyhrn-Bahn-Ausschreibung in den nächsten Monaten
Schig erwartet vier bis fünf europaweite Bieter

Die Schieneninfrastrukturdienstleistungsgesellschaft (Schig) des Bundes rechnet mit vier bis fünf Bieterkonsortien für den ersten privaten Bau einer Bahnstrecke in Österreich: dem Pyhrn-Bahnausbau zwischen Oberösterreich und der Steiermark.

Das Projekt - Planung, Errichtung und Vorfinanzierung - wird laut Schig-Geschäftsführer Helmut Falschlehner in den kommenden Monaten europaweit ausgeschrieben. Erste Vorgespräche - unter anderem mit der Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich - seien bereits im Laufen, so Falschlehner gestern in einer Pressekonferenz. Er erwartet sich auch Angebote von Baufirmen aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich.
Der Private muss einen fixen Preis und einen fixen Fertigstellungstermin garantieren. Die ÖBB übernehmen in der Bauphase nur noch das Genehmigungs- und das geologische Risiko, etwa wenn während des Baus auf unerwartet hartes Gestein oder Grundwasser gestoßen werden sollte. Die Konzession, das heißt der Betrieb der Strecke, wird - anders als bei privaten Autobahnprojekten - bei den ÖBB verbleiben.

Das Gesamtprojekt umfasst den durchgehend zweigleisigen Ausbau, eine Modernisierung der Signal- und Sicherheitsanlagen sowie einen Ausbau von Bahnhöfen auf der Strecke zwischen Summerau an der oberösterreichisch-tschechischen Grenze und Spielfeld an der steirischen Grenze zu Slowenien.

Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben werden auf 950 Mio. Euro geschätzt. Falschlehner sagte, er hoffe, dass die privaten Konsortien etwas billiger planen und bauen werden. Primäres Ziel des ersten Public-Private-Partnership-Modells (PPP-Modell) für eine österreichische Schienenstrecke werde aber die Beschleunigung des Projekts sein. Statt wie im früheren Generalverkehrsplan und jetzigen Finanzierungsplan vorgesehen, soll der Ausbau nicht erst 2019, sondern bereits 2012 abgeschlossen werden.

Erschienen in der Wiener Zeitung am 13.04.2005

Auch das "Neue Volksblatt" schreibt heute über den geplanten Ausbau:
Neues Volksblatt hat geschrieben:Pyhrn-Bahn: Europaweite Ausschreibung
Interesse von vier bis fünf Bieterkonsortien wird erwartet

Mit vier bis fünf Bieterkonsortien rechnet die Schieneninfrastrukturdienstleitungsgesellschaft (Schig) für den Ausbau der Pyhrnbahn zwischen Oberösterreich und der Steiermark. In den nächsten Monaten werde das 950-Mio.-Euro-Projekt europaweit ausgeschrieben. Erste Vorgespräche, unter anderem mit der Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich, seien bereits im Laufen, erklärt Schig-Geschäftsführer Helmut Falschlehner. Angebote erwartet er sich auch von Baufirmen aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich. Konkret ausgeschrieben werden sollen Planung, Errichtung und Vorfinanzierung des Projekts. Der Private muss einen fixen Preis und einen fixen Fertigstellungstermin garantieren. Die Österreichischen Bundesbahnen übernehmen in der Bauphase das Genehmigungs- und das geologische Risiko. Der Betrieb der Strecke verbleibt zur Gänze bei den ÖBB. Durch die private Beteiligung soll der Ausbau aber statt 2019 bereits 2012 abgeschlossen sein. "Wenn die Privaten über unseren Kostenschätzungen liegen, werden wir aber konventionell bauen", sagte Falschlehner.

Erschienen im Neuen Volksblatt am 13.04.2005
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