Das Wirtschaftsblatt hat geschrieben:03.06.2005
ÖBB übersiedelt Unternehmenszentrale in die Twin Towers
Holding, Dienstleistungs-Gesellschaft und und Immobilien ziehen im Herbst nach Wien-Favoriten
Die ÖBB verlegt ihre Unternehmenszentrale in die Twin Towers im zehnten Wiener Gemeindebezirk. Insgesamt soll der neue Standort rund 500 Mitarbeitern der Dachgesellschaft Platz bieten, nämlich den Beschäftigten der Dachgesellschaft, der ÖBB Dienstleistungs GmbH (DLG) und der ÖBB Immobilienmanagementgesellschaft. Dies teilte ÖBB-Generaldirektor Martin Huber seinen Mitarbeitern am Freitag in einem internen Rundschreiben mit, das der APA vorliegt. Übersiedelt werden soll im Herbst.
Derzeit sind die ÖBB in Wien auf 20 Standorte verteilt. Durch die Standort-Konzentration soll sich das jetzt etwas verbessern. Die Infrastruktur Bau AG soll, wie bereits seit März bekannt, in die Arcade Meidling ziehen, die ÖBB-Güterverkehrstochter Rail Cargo Austria in die ehemaligen Postbus-Büros in Erdberg. Der Personenverkehr dagegen soll vorerst im ÖBB-Hochhaus am Praterstern bleiben, ebenso wie die Infrastruktur Betriebs AG in der Nordbahnstrasse.
All dies gilt jedoch nur als Übergangslösung. Bis 2007/08 soll dann die eigentliche, endgültige neue ÖBB-Zentrale errichtet sein. Bevorzugter Standort für das neue Headquarter ist der geplante neue Zentralbahnhof. Dort sollen im Rahmen des Neubaus 400.000 bis 500.000 m2 Büroflächen entstehen. Die ÖBB wollen das längerfristige Standortkonzept noch dieses Monat fixieren.
(cp)
WirtschaftsBlatt Online GmbH
ÖBB übersiedelt Unternehmenszentrale in die Twin Towers
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NorbertK
ÖBB übersiedelt Unternehmenszentrale in die Twin Towers
Aber geh... wir sind doch in Österreich. Da gibt's sowas wie Korruption, Freunderlwirtschaft und politischen Einfluß nicht. Zumindest nicht seit Engelbert Dollfuß und Artur Seiß-Inquart an der Macht sind.99 222 hat geschrieben:Interessant!
Da gibt es ganz sicher keinen Zusammenhang mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates.
Understanding is a three edged sword. Your side, their side, and the truth.
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harti07
Das unbegreifliche daran ist, daß man in zwei, drei Jahren erneut übersiedlen will, bzw. muß....
Was hier an Geld sinnlos verschleudert wird, geht auf keine Kuhhaut. Überall dort wo es um Kundendienstliche Belange geht, wird gespart das die Schwarte kracht, um es an anderer Stelle hinauszuwerfen.
Das ganze ist halt ein Prestigeprojekt. Gemessen am Image der Bahn müßte man die Herrschaften wohl eher in einen Wohncontainer unterbringen - ergo einem Containerdorf........
Dabei ist das Geld für den Twin Tower nicht wirklich da - ganz im Gegenteil. Die ÖBB rauft mitt dem "Rotz" Gerüchteweise sollen die Gehälter nur bis in den Herbst reichen. Kein Wunder, so wie man im Vorstand aufgestockt hat, eine logische Folge.
Na - vielleicht lassen wir wieder ein paar Züge ausfallen - Geiz ist Geil!
Was hier an Geld sinnlos verschleudert wird, geht auf keine Kuhhaut. Überall dort wo es um Kundendienstliche Belange geht, wird gespart das die Schwarte kracht, um es an anderer Stelle hinauszuwerfen.
Das ganze ist halt ein Prestigeprojekt. Gemessen am Image der Bahn müßte man die Herrschaften wohl eher in einen Wohncontainer unterbringen - ergo einem Containerdorf........
Dabei ist das Geld für den Twin Tower nicht wirklich da - ganz im Gegenteil. Die ÖBB rauft mitt dem "Rotz" Gerüchteweise sollen die Gehälter nur bis in den Herbst reichen. Kein Wunder, so wie man im Vorstand aufgestockt hat, eine logische Folge.
Na - vielleicht lassen wir wieder ein paar Züge ausfallen - Geiz ist Geil!
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NorbertK
ÖBB: Einsparungen durch neues Standortkonzept (16.06.05)
Die Presse hat geschrieben:Die Presse, 16.06.2005
ÖBB: Einsparung durch neues Standortkonzept
Die 27 Wiener ÖBB-Standorte sollen auf vier verringert werden. Die Maßnahme soll Einsparungen in Millionenhöhe bringen.
Der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding berät heute, Donnerstag, über eine neue Standortstrategie für den Bahnkonzern. Der Vorstand soll dabei ein Konzept vorlegen, wonach die 27 Wiener ÖBB-Standorte bis 2010 auf vier Gebäude konzentriert werden sollen, erfuhr die APA vor der Sitzung aus Unternehmenskreisen. Die ÖBB wollen dadurch mehrere Millionen Euro einsparen. Das künftige Hauptgebäude soll am neuen Wiener Zentralbahnhof entstehen, dem Areal des heutigen Wiener Südbahnhofs. Der Bahnhof selbst soll nach früheren Berichten 2011/12 fertig werden.
Vom ersten in den zehnten Bezirk
Zwischenzeitlich werden die ÖBB ihre Unternehmenszentrale vom noblen Palais im ersten Wiener Gemeindebezirk (Elisabethstraße 9) in die Twin Towers im zehnten Bezirk verlegen und damit in unmittelbare Nähe des Wienerberger-Headquarters ihres Aufsichtsratschefs Wolfgang Reithofer ziehen. Knapp 600 Mitarbeiter der ÖBB-Holding, der ÖBB Dienstleistungs GmbH (DLG) und der ÖBB Immobilienmanagementgesellschaft sollen in den neuen Räumlichkeiten untergebracht werden. Das Personal wurde bereits Anfang des Monats informiert. Nach dem heutigen Beschluss im Aufsichtsrat soll die Übersiedlung dem Vernehmen nach voraussichtlich im Herbst erfolgen.
Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG mit 220 Mitarbeitern ist dagegen bereits mit Anfang Juni aus dem ersten Bezirk (Elisabethstraße 18) in ein Zwischenquartier im neue Bürohaus Arcade Meidling gezogen. Die ÖBB wollen in den nächsten Monaten entscheiden, ob sie die frei gewordenen Flächen im ersten Bezirk verkaufen oder weiterentwickeln.
Restitutionsverfahren
Um das Haus in der Elisabethstraße 18 läuft allerdings ein Restitutionsverfahren. Das Gebäude in der Inneren Stadt war im Dritten Reich wegen angeblicher Steuerschulden der Familien Bloch-Bauer und Pick konfisziert und damals an die Reichsbahn versteigert worden. Die Erbin Maria Altmann fordert es nun zurück. Auf Grund einer Vorentscheidung eines US-Schiedsgericht werden ihr nach jüngsten Medienberichten gute Chancen eingeräumt. Ein ÖBB-Sprecher wollte dazu am Donnerstag auf APA-Anfrage keine Stellungnahme abgeben. (APA/Die Presse)
Die Presse, 16.06.2005