Die ÖÖNachrichten hat geschrieben:Milliarden für wenig sinnvolle Bahnbauten: Kosten explodieren WIEN. Bei den Investionen in Schiene und Straße explodieren die Kosten. Bis 2014 sollen 45 Milliarden investiert werden. Im Straßenbau haben sich die Summen fast verdoppelt. Bei den ÖBB fließen Milliarden in Projekte, die Experten als wenig sinnvoll bezeichnen.
30 Milliarden Euro würden bis 2014 in die Schiene investiert, rund 15 Milliarden in die Straße. Das sagte Infrastrukturminister Hubert Gorbach laut vertraulichem Protokoll des ständigen Unterausschusses des Rechnungshofausschusses.
Dieser so genannte "kleine Untersuchungsausschuss" hatte Gorbach wegen der explodierenden Infrastrukturkosten am 28. April vorgeladen. Kommende Woche muss das Managament der Autobahnen- und Schnellstraßen Finanzierungs AG (Asfinag) dort Rede und Anwort stehen.
Ein Blick auf die Details zeigt Bemerkenswertes: So kostet die Koralmbahn zwischen Kärnten und der Steiermark inzwischen mindestens 3,8 Milliarden Euro, laut Gorbach sogar vier oder 4,1 Milliarden Euro. 2001, als es um die Investition von nur 123 Millionen Euro ging, hatte der damalige ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler diesen Bahnbau als volkswirtschaftlich wenig sinnvoll bezeichnet. Demgegenüber fehlt für die laut allen Experten extrem wichtige Nord-Süd-Verbindung von Tschechien über Linz und Graz bis Slowenien das Geld. Obwohl hier insgesamt nur 595 Millionen Euro vorgesehen sind, muss dieser Teilausbau von Summerauer- und Pyhrnbahn privat finanziert werden - siehe http://www.bahnnews-austria.at/forum/vi ... php?t=2871.
Das teuerste Straßenbauprojekt wiederum ist der Ring um Wien. Hier sind die kalkulierten Kosten von 1,8 auf fast 3,5 Milliarden explodiert. Allein die Autobahn durch die Lobau soll statt ursprünglich 950 Millionen nun 2,4 Milliarden Euro verschlingen.