ÖBB: Bahnhöfe als Nahversorger mit Supermarkt (07.06.05)

Neuigkeiten & Sichtungen auf den österreichischen Schienen
ep1950

Beitrag von ep1950 »

hcl hat geschrieben:Was solls, bitte? Ärzte, Eisenbahner, Straßenbahner, Polizisten, etc. müssen auch am Sonntag arbeiten. Sie haben trotzdem eine 40 Stunden Woche und sie bekommen Zuschläge dafür. Also warum soll das in einem Supermarkt nicht funktionieren?
... nur wenn über eine Berufsgruppe gesprochen wird, sollte auch über die Höhe der Zuschläge diskutiert werden.
Von 50%, 100% oder 200%-Zuschlägen wie in der Privatwirtschaft kann man als Eisenbahner nur träumen.
harti07

Beitrag von harti07 »

Da hebst Du dich allerdings von der Masse erheblich ab. Die meisten sind von Wochenendarbeit nicht sehr begeistert.

Ich arbeite schon viele Jahre im Schichtdienst - würde ihn auch unter keinen Umständen eintauschen. Alleine was sich Freitag oder Samstag immer in Einkaufszentren abspielt - da geh ich lieber unter der Woche........

Lediglich das Privatleben leidet immer darunter.
So wie User "Heizhaus" es anklingen hat lassen - Familie oder Beziehung ist da eher eine Belastung, da meist der, der am Wochenende nicht arbeitet, irgendwann einmal frustriert ist, wenn er schon wieder alleine zu Hause sitzt - das kommt wie das Amen im Gebet...............

Wenn ich jetzt noch sage, daß ich mich im Zweifelsfall für den Job und gegen die Beziehung ausspreche klingt das egoistisch, aber die Arbeit ist meine Existenz und macht mich unabhängig.

So gesehen behaupte ich, daß die Wirtschaft gar kein interesse an Beziehung oder Familie hat, muß es doch ein Horrorszenario sein, wenn sich jeder Single einen Partner findet. Tausende Wohnungen würden leer stehen und zigtausende Tonnen von Möbel und Geräten wären überflüssig.
Das kann die Wirtschaft wirklich nicht gebrauchen, ebensowenig den Umstieg von auch nur 10 % der Autofahrer auf öffis..................

Einzig Fr. Gehrer schlägt hier etwas aus der Art mit der Forderung weniger Partys zu feiern und mehr Kinder (arbeitslose?) in die Welt zu setzen.

Also werd ich Fr. Gehrer zum Trotz heute abend wieder durch die Lokale streunen und mit unterhalten, da ich morgen frei bin.......*GGGGGGG*
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Sybic
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Beitrag von Sybic »

Auch wenn es plump klingen mag: Dennoch bleibe ich bei meiner Ansicht wonach in einer (angeblichen?) Weltstadt wie Wien die Öffnung von Supermärkten nicht dem achten Weltwunder gleichzusetzen sondern eher als Selbstverständlichkeit angesehen sein sollte!?

Und zur Person des Mirko K. erübrigt sich sowieso jeder weitere Kommentar. Schlimm genug mitanzusehen wie schäbig die VA Tech "germanisiert" wurde und ein weiteres Stück an österreichischer Industriegeschichte nunmehr unter Kategorie "Es war einmal...." existiert...
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Heizhaus

Beitrag von Heizhaus »

@hcl,

bist Du ein Träumer oder Märchenerzähler ?

Wenn Du sagst Überstunden werden üblicherweise bezahlt, dann
aber auch nur in Form von Zeitausgleich, wenn es dem Arbeitgeber
genehm ist und zu 99% einem sicher nicht ins Konzept paßt !!

Und Du würdest gerne Sonntags arbeiten, wenn Du Montag frei
bekämst.
Nutzt nur nicht viel wenn Lebensparnter arbeiten muß und Kinder
in der Schule sind. Leider !!

Freundschaft Heizhaus :?: :idea:
hcl
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Registriert: Di Aug 12, 2003 13:54

Beitrag von hcl »

Heizhaus hat geschrieben: Nutzt nur nicht viel wenn Lebensparnter arbeiten muß und Kinder
in der Schule sind.
Wieso, paßt wenigstens Montags einer auf die Kinder auf - abgesehen davon, daß ich solche zur Zeit nicht anstrebe.

Was nichts daran ändert, daß Kovats keine Ahnung davon hat, wie eine Gesellschaft (also damit meine ich jetzt keine Kapitalgesellschaft ;) ) funktioniert. Was die Germanisierung der VÖEST betrifft: Irrelevant ob der Eigentümer Siemens oder sonst wer ist. In einer globalisierten Welt kommt es nicht auf die Nationalität des Eigentümers an (wenn man bei Multinationalen Kapitalgesellschaften überhaupt noch von Nationalität sprechen kann). Eine Firma wird sowieso immer jene Handlungen treffen, die ökonomisch am günstigsten sind. Diese Rahmenbedingungen sind nicht anders, wenn der Eigentümer aus Deutschland kommt.
Abgesehen von der Tatsache, daß das Konzept von Nationalität im 21. Jahrhundert vollkommen überholt ist. Bestenfalls kann man noch von kultureller Zugehörigkeit oder Sprachgruppe sprechen. Im Ende verbindet die meisten Menschen ja doch eine wesentliche Tatsache: verschwindender geistiger Horizont...
Understanding is a three edged sword. Your side, their side, and the truth.
harti07

Beitrag von harti07 »

[quote="Sybic"]..........Dennoch bleibe ich bei meiner Ansicht wonach in einer (angeblichen?) Weltstadt wie Wien die Öffnung von Supermärkten nicht dem achten Weltwunder gleichzusetzen sondern eher als Selbstverständlichkeit angesehen sein sollte!?

Ist teilweise richtig - der Tourismus wird sich zum größten Teil in der Innenstadt abspielen, eventuell dem Prater, Schönbrunn etc....
Überdies hat der Landeshauptmann das Recht, hier Ausnahmen zu genehmigen - davon möge er Gebrauch machen.
Ausserhalb der Touristischen Zentren wo kein Tourist hinkommt ist das sicher nicht notwendig.

Anders ausgedrückt - die Tiefkühlpizza kann man getrost drei Monate im voraus im Kühlschrank lagern, alles andere kann man am Samstag bis 17.oo Uhr kaufen. Das reicht wenn man das Einkommen des Durchschnittsbürgers zugrunde zieht. Abzüglich der Fixkosten die den Leuten bleibt über das sie wirklich frei verfügen können, reichen 26 Tage im Monat, wo man sein Geld los wird, allemal.
Das was einem ein Hr. Kovacs zubilligt - Euro 6,09 brutto die Stunde - rechtfertigt einen Sonntagsverkauf nur dann, wenn man die Geschäfte
Mo- Sa zusperrt.
Vielmehr hat man den Eindruck das den Leuten daheim "fad" ist.
Während sich früher die Familie am Wochenende getroffen hat, gehen sie heute in den Einkaufstempeln shoppen - jeder für sich............
Unter diesem Aspekt ist natürlich eine öffnung der Geschäfte am Sonntag für so manchen Menschen (Single) ein Segen...........

Was sich die Wirtschaft heute vermutlich noch nicht so recht vorstellen kann - wer für wenig Geld arbeiten muß wird sich so leicht keine eigene Wohnung leisten können. Es werden dann wie nach dem Krieg drei Generationen unter einem Dach leben. Eltern, Kinder und Enkelkinder. Ob das ein Segen ist der erstrebenswert ist - ich bezweifle das...............
hcl
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Beitrag von hcl »

harti07 hat geschrieben: Vielmehr hat man den Eindruck das den Leuten daheim "fad" ist.
Umso besser, das kurbelt die Wirtschaft an.
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Heizhaus

Beitrag von Heizhaus »

@ hcl,

ob das das Ziel einer "modernen" Gesellschaft ist,
mag bezweifelt werden !!??

Freundschaft Heizhaus :cry:
harti07

Beitrag von harti07 »

Das es die Wirtschaft ankurbelt darf sehr stark bezweifelt werden. Wieso hat der Handel 2004 einen Umsatzrückgang von etwa 4% ?
Daher werden viele schauen und wenige kaufen, bzw. kommt es auch darauf an ,was man kauft. Die 10er Packung CD-Rohling macht da das Kraut für den Unternehmer nicht fett........
Die Kosten für Angestellte, Geschäftsmiete und Strom bleiben allerdings gleich. Das kann sich nicht rechnen........
Geht man davon aus, daß die arbeitslose nur etwa 60% vom ehemaligen Gehalt ausmacht, kann man sich ausrechnen, was 312.00 arbeitslose weniger an Kaufkraft haben.
Und das spürt die Wirtschaft...........

Mediamarkt hat zu Weihnachten ein Produkt - ich weis jetzt nicht mehr welches es war - bereits UNTER dem Einstandspreis verkauft, um die Leute anzulocken. Wer dieses Produkt gekauft hat, und sonst nichts, war ein Schaden für den Markt und in weiterer Folge für den Angestellten.
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